Wirtschaft & Regionale Produkte

Nach 1990 brachen auch in der Westlausitz die industriellen Strukturen großflächig weg, zahlreiche Industriebetriebe wurden geschlossen. Durch die Neuerschließung von Gewerbeflächen gelang es, in den Städten und ehemaligen Industrie-Agrar-Dörfern der Region mittlerweile ein stabiles produzierendes klein- und mittelständiges Gewerbe sowie zahlreiche Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe anzusiedeln, so dass die Region Westlausitz mit zu den wirtschaftsstärksten ländlichen Regionen der Lausitz zählt.

Die Ansiedlung von großen Unternehmen stellt sich innerhalb der Region sehr unterschiedlich dar. Ehemalige Industriestandorte wie Bischofswerda, Pulsnitz, Großröhrsdorf, Bretnig-Hauswalde und Arnsdorf verfügen über größere Gewerbegebiete. Auf dem Gebiet der Gemeinde Wachau baute bereits in den 90er Jahren die Firma Müller Milch AG eine Niederlassung. Das Sächsische Krankenhaus für Psychiatrie und Neurologie in Arnsdorf ist ebenfalls ein wichtiger Arbeitgeber in der Region.

Bereits über dem deutschen Durchschnitt liegt die Westlausitz bei der Erzeugung von Strom aus regenerativen Energien. Gemäß Zielsetzung des ILEK, welches die Erreichung einer Energieautarkie für die Region als eines der Leitprojekte aufführt, wird der Anteil der in der Region erzeugten Energie in den nächsten Jahren sicherlich weiter ansteigen.

Auch die Landwirtschaft spielt als Wirtschaftszweig im ländlichen Raum der Westlausitz noch immer eine entscheidende Rolle. Die aus den LPGs hervorgegangenen großen Landwirtschaftsbetriebe bieten Arbeitsplätze am Ort ihres Betriebssitzes. Kleinere Unternehmen sind überwiegend Familienbetriebe und produzieren im Haupt- oder Nebenerwerb. Die Bedingungen für die landwirtschaftliche Nutzung sind im Westlausitzer Hügel- und Bergland grundsätzlich sehr gut.

Regionale Produkte

In der Westlausitz findet man zahlreiche handwerkliche Verkaufs- und Schauwerkstätten sowie Hofläden. Hinsichtlich der Handwerkstraditionen hat Pulsnitz einen besonderen Stellenwert innerhalb der Region. Hier finden sich mit der Blaudruckwerkstatt und der Töpferei Jürgel die vermutlich ältesten in Deutschland noch produzierenden Werkstätten im jeweiligen Bereich. Die bis in das Jahr 1558 zurückreichende Herstellung von Pulsnitzer Pfefferkuchen unterstreicht diesen besonderen Stellenwert. Im Pfefferkuchenmuseum gibt es viel Wissenswertes rund um die Produktion der überregional bekannten Pfefferkuchen zu erfahren. Doch nicht nur in Pulsnitz gibt es diesbezüglich interessante Angebote. Im Bereich Rammenau und Bischofswerda ist die seit dem 17. Jahrhundert betriebene Fischzucht und Teichwirtschaft von Bedeutung. Im Arnsdorfer Ortsteil Wallroda werden in einer Manufaktur Kunstblumen gefertigt, die selbst am englischen Königshof für Freude sorgen.

Doch nicht nur in Pulsnitz gibt es diesbezüglich interessante Angebote. Im Bereich Rammenau und Bischofswerda ist die seit dem 17. Jahrhundert betriebene Fischzucht und Teichwirtschaft von Bedeutung. Im Arnsdorfer Ortsteil Wallroda werden in einer Manufaktur Kunstblumen gefertigt, die selbst am englischen Königshof für Freude sorgen. In Elstra finden sich verschiedene Töpfereien, die mit traditionellen Oberlausitzer Mustern arbeiten. Das Technische Museum der Bandweberei in Großröhrsdorf zeigt anschaulich und mit Erlebnischarakter die Entwicklung der Bandweberei in den letzten Jahrhunderten.

In der Region werden außerdem zahlreiche Lebensmittel-Spezialitäten produziert. So findet sich in Großröhrsdorf die Brauerei Böhmisch Brauhaus. In Arnsdorf produziert die Firma Walther Fruchtsäfte, ebenso wie die Kelterei Schmieder in Lichtenberg. In Geißmannsdorf befindet sich die Champignonzucht Pietsch. In Pulsnitz stellen heute noch acht private Pfefferküchlereien und eine GmbH die würzigen Pfefferkuchen nach alten Familienrezepten her, eine Leckerei, die nicht nur in der Weihnachtszeit schmeckt.