Westlausitz-Wettbewerb 2021

Am 13.10.2021 wurden in der Westlausitz die Gewinner des diesjährigen Westlausitz-Wettbewerbs bekannt gegeben. Insgesamt 23 Projekte wurden für den Wettbewerb zum Thema "Neue Wege. Gemeinsam kreativ gestalten" eingereicht - 14 in der Kategorie "Kinder und Jugendliche" und 9 in der Kategorie "Kunst und Kultur".

9 Preise, zwei Sonderpreise und 11 Anerkennungen im Wert von insgesamt ca. 12.000 Euro konnten vergeben werden. Ein großer Dank geht an die Mitglieder der Jury sowie die Laudatoren - Frau Vorwerk, Frau Kunze, Herrn Eisold und Herrn Müller.

Die Veranstaltung fand unter Einhaltung der 3G-Regel statt.

Ziel unseres Gewinnerprojektes ist es, zeitgenössischen Tanz in den öffentlichen und digitalen Raum zu bringen und damit ein Publikum zu erreichen, das sonst vielleicht keine Berührungspunkte zu Tanz oder dem Thema „Wende“ hat. Ein Teil des Projektes war die Entwicklung eines künstlerischen Spaziergangs in Form einer QR-Code-Tour mit Tanz & WENDEpunktgeschichten, d.h. ähnlich wie beim Geocaching, begeben sich die Spaziergänger mit ihrem Handy auf Erkundungstour zu insgesamt 8 Standorten. Die Spaziergänger scannen diese Codes und können zeitgenössischen Tanz erleben, sich einmal ganz anders mit der deutschen Wendegeschichte und persönlichen Wendepunkten auseinandersetzen und sogar selbst (inter)agieren. In den Codes sind z.B. kurze Tanzfilme sowie Fakten und persönliche Berichte von Zeitzeugen aber auch die Aufforderung zur Interaktion hinterlegt. Erstellt wurde die Tour u.a. durch die Mitwirkung von Jugendlichen aus der Region. Erlebbar war sie zum Tag des offenen Denkmals im September in Bischofswerda.

Der Verein Naturbad Buschmühle hat immer wieder tolle Ideen, mit denen der Erhalt des Naturbades gesichert wird. Mit dem Projekt sollen Kinder Unterstützung beim Schwimmen lernen erhalten.Aber nicht nur das Schwimmtraining wird durchgeführt und ist auch weiterhin geplant, vielmehr sollen für die Schwimmanfänger auch sogenannte „Schwimmpaten“ mit ins Boot geholt werden. Diese können die Kinder entweder persönlich oder finanziell dabei unterstützen, schwimmen zu lernen. Angedacht ist z.B. auch ein Schwimmwettbewerb, bei dem Kinder und Schwimmpaten in einem festgelegten Zeitraum Schwimmkilometer sammeln können. Das universell angelegte Projekt kann natürlich gern auch auf andere Schwimmbäder übertragen werden.

Seit fast 30 Jahren gibt es einen „wunderbaren“ Verein, der sich dafür einsetzt, Kinder und Jugendliche weg von den Bildschirmen und raus ins Freie zu locken und ihnen die Schönheit der Natur nahezubringen. Der Verein ist Heimat für viele Pferde, Esel, Bienen, einen Hirsch, Rinder, Gänse, Enten, Hühner, Kaninchen, eine handzahme Schaf- und Ziegenherde, Hunde, Katzen und Schweine. Es konnte auch eine kleine Imkerei aufgebaut werden. Es werden ländliche Brauchtümer gepflegt, Maschinen aus dem historisch-bäuerlichen Alltag ausgestellt und traditionelle Handwerke gepflegt. Ein echtes „Wunderland“ also - nicht nur für Kinder und Jugendliche sondern für alle, die „Land“ wirklich erleben wollen.

Kinder nehmen die Welt anders wahr als Erwachsene. Sie lösen Aufgaben und Probleme auf ganz eigenem Weg und definieren Dinge wie Freundschaft, Streit, Mitgefühl und Versöhnung für sich. Jedes Kind geht auf seine einzigartige und individuelle Weise mit diesen Dingen um. Um zu erleben, wie Kinder mit fünf verschiedenen Problemstellungen umgehen, wurden sie dabei mit der Videokamera gefilmt. Entstanden ist ein fast zweistündiger Film, der in einem Kino-Elternabend präsentiert wurde.

Als Willkommensgruß an die Gäste der Stadt, die per Bahn anreisen, wurde in Bischofswerda eine Fassade neugestaltet. Die entstandene Malerei zeigt für jeden Kontinent eine Pflanze. Diese stehen als Symbol für Weltoffenheit und der abstrakte Hintergrund bildet das Wort „connect“. Die Enthüllung der bemalten Fassade wurde aufwendig inszeniert. Eine Tänzerin enthüllte die Fassade im Rahmen einer Performance. Außerdem gab es eine Feuershow, Live-Musik und Lichtinstallationen. Zuschauen war in einer Art Autokino möglich, außerdem wurde die Enthüllung auch zeitlich online gestreamt, so dass ein Zuschauen von überall aus möglich war. Mit dem Projekt wurde ein regionales Event, das unter jeglichen Coronabestimmungen unbedenklich funktionierte, mit der Wirkung einer überregionalen Onlineperformance kombiniert.

Ein Stadtfest ins Homeoffice schicken???? Dass das funktionieren kann, wurde 2020 eindrucksvoll bewiesen! Die Idee dahinter: Wenn die Menschen nicht zum Feiern in die Stadt kommen können, dann kommt das Fest eben zu den Menschen nach Hause – live über Facebook, Youtube und den Kabelkanal Lausitzwelle. Und 2021 fiel das Stadtfest genau in die Zeit, als so langsam Gastronomie und Handel wieder öffnen durften. Motto in diesem Jahr war deshalb „Schiebock Macht auf“. Biergartenbesuch mit Kulturprogramm war möglich und im Rathaus wurde kurzerhand ein Testzentrum eingerichtet. Und für die Schiebocker waren den Schiebocker Tage – wenn auch anders als gewohnt – gesichert.

Die Adventszeit hat einen besonderen Zauber. Ganz wichtig ist in dieser Zeit – und das sicherlich nicht nur für Kinder – der Adventskalender. Aufgrund der Einschränkungen im Dezember 2020 konnte der sonst jährlich stattfindende lebendige Adventskalender nicht durchgeführt werden. Deshalb wurde aus dem lebendigen Adventskalender kurzerhand ein digitaler Adventskalender. In den Vereinsräumlichkeiten wurde ein kleines Studio eingerichtet, aus dem täglich über Zoom gesendet wurde. Themen wie "Weihnachten in verschiedenen Ländern", "Santa Klaus, Vätterchen Frost und Co.", "Weihnachtsspeisen in verschiedenen Kulturen" u.ä. wurden vorgestellt und mit den Zuschauern besprochen. Und zum Schluss gab es jeweils einen kurzen Clip – einen Trickfilm oder z.B. einen selbst gedrehten Beitrag eines Teilnehmers. Aufgrund der positiven Rückmeldungen ist auch für dieses Jahr wieder ein digitaler Adventskalender mit zwei Programmen für unterschiedliche Altersgruppen geplant.

Der Begriff „Digitalisierung“ ist seit einiger Zeit allgegenwärtig. Neue Technologien ermöglichen es z.B., digitale Zwillinge beliebiger Räume in virtuellen 3D-Rundgängen zu schaffen und auf diesen Rundgängen interessante Details und Informationen zu vermitteln. Für verschiedene Objekte in der Region wurde dies bereits umgesetzt. Geeignet für die Erstellung digitaler Zwillinge sind z.B. nicht nur Ausstellungen, Museen und weitere touristische und kulturelle Angebote, sondern auch kommunale Einrichtungen und Unternehmen. Also ein modernes und innovatives Angebot für die gesamte Region.

Auf einem Bauernhof wird das Zusammenspiel zwischen Menschen und Natur ganzheitlich sichtbar und erlebbar. Themen wie Ökologie, Ökonomie und Soziologie fügen sich hier zu einer Einheit zusammen. Insbesondere für Kinder ist es interessant, den natürlichen Umgang mit Tieren und Pflanzen zu erleben und dabei Einblicke in die bäuerliche Landwirtschaft zu erhalten. Gefördert werden damit auch die Sensibilität und Wertschätzung von Nahrungsmitteln. Dafür wird in Schönbrunn ein Klassenzimmer in ländlicher Umgebung, also ein Grünes Klassenzimmer geschaffen. Unterricht in traditioneller Form ist dabei Fehlanzeige. Vielmehr geht es darum, Kinder neugierig zu machen, zum mitmachen anzuregen und zu motivieren, ihre Erlebnisse und ihr Wissen aus dem grünen Klassenzimmer weiterzutragen, z. B. auch an ihre Eltern. Das „lernen auf dem Bauernhof“ wirkt damit gleichzeitig auch als Imagewerbung für die Landwirtschaft. Im Publikumsvoting bei Facebook erhielt das Projekt insgesamt 299 Stimmen.

Platz 2: Marienmühle mit dem Projekt "Kunst natürlich und hautnah im Seifersdorfer Tal"

Das Seifersdorfer Tal ist weit über die Grenzen der Region bekannt und ein beliebter Ausflugsort nicht nur für Natur- und Kulturinteressierte. Um das Thema Kultur und Kleinkunst präsentieren und Natur mit Kunst und Theater noch besser verbinden zu können, entstand am Eingang zum Seifersdorfer Tal eine kleine Naturbühne, die zukünftig verschiedensten Künstlern ein Podium bieten soll. Und die gewährleistet, dass auch bei eventuell wieder auftretenden Beschränkungen für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, Kunst und Kultur erlebbar bleibt. Im Publikumsvoting bei Facebook erhielt das Projekt insgesamt 229 Stimmen.

Durch die Einschränkungen die die Corona-Pandemie mit sich brachte, konnte 2020 und 2021 der Schwimmunterricht in den Grundschulen nicht wie sonst üblich durchgeführt werden. Die Fähigkeit, sicher zu schwimmen ist jedoch extrem wichtig für Kinder und Jugendliche. Um den ausgefallenen Schwimmunterricht auszugleichen und Kindern die Möglichkeit zu bieten, ihr Seepferdchenabzeichen zu absolvieren, fand in diesem Jahr ein Zelt- und Schwimmlager statt. Dabei konnten die Kinder nicht nur das Schwimmen lernen, sondern auch bei Spiel- und Sportangeboten die Bewegung im Freien genießen und ihr Immunsystem stärken. Außerdem wurde gemeinsam auf dem Gelände des Bades übernachtet. Im Publikumsvoting bei Facebook erhielt das Projekt insgesamt 92 Stimmen.

Kinder und Jugendliche

Heimatverein Lomnitz mit dem Projekt "Insektenhotel"

Jugendclub Kleinwolmsdorf e.V. mit dem Projekt „JCK – Irgendwas ist ja immer“

Lomnitzer Carnevals Club e.V. mit dem Projekt "Save the next Dance"

Regenbogen e.V. mit dem Projekt "Unser Bolzplatz in neuem Glanz"

Jugendclub Großdrebnitz e. V. mit dem Projekt "Modernisierung der Vereinsräume"

Tanz- und Theaterwerkstatt Pulsnitz e.V. mit dem Projekt "Onlinekurse für Tanzgruppen"

Karnevalsclub Arnsdorf e.V. mit dem Projekt "Fit trotz Corona"

Orla e.V. mit dem Projekt "AnimationsfilmReWIR"

Kunst und Kultur

Jugendclub Wallroda mit dem Projekt "Bücherzelle Wallroda"

Großröhrsdorfer Industrie- und Bandmuseum e.V. mit dem Projekt "Industrielles Kulturerbe bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich machen"

Jugendclub Rammenau mit dem Projekt "Graffitikunst für Rammenau und mit Jugendlichen"

Kirchbauverein Wachau e.V. mit dem Projekt "Theaterkultur Wachau"