LEADER-Region

Fläche
insgesamt ca. 300 km² und damit vergleichbar mit der flächenmäßigen Ausdehnung der Landeshauptstadt Dresden (328 km²)

Lage
nordöstlich der Landeshauptstadt Dresden, im westlichen Teil des Landkreises Bautzen

Einwohner
50.525, Bevölkerungsdichte 168 EW/km²
(Stand: 30.06.2014)

LEADER-Region
Im Jahr 2007 wurde die Westlausitz erstmals auf Grundlage ihres Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) vom Sächsischen Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft für den EU-Förderzeitraum 2007 – 2013 zu einer der 12 LEADER-Regionen des Freistaates Sachsen ernannt und damit als besonders förderwürdig eingestuft. Die französische Abkürzung LEADER steht für die Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft und ist eine Initiative der Europäischen Union, mit der Projekte im ländlichen Raum gefördert werden.

Im Januar 2015 reichte die Region die gemeinsam mit den regionalen Akteuren erarbeitete LEADER-Entwicklungsstrategie (LES) beim SMUL ein und wurde daraufhin am 22.04.2015 erneut zur LEADER-Region ernannt. Die LES stellt die strategische Grundlage für den EU-Förderzeitraum 2014 – 2020 dar und wurde entsprechend der lokalen Erfordernisse und Bedürfnisse der Region erstellt. Der in der LES dargestellte Aktionsplan sowie die Leitlinie zur Umsetzung des Aktionsplans bilden die Grundlage zur Umsetzung konkreter Projekte in der Region in den nächsten Jahren.

Historie

Bedingt durch die Lage im Westlausitzer Hügel- und Bergland und den daraus resultierenden relativ ungünstigen Relief- und Klimaverhältnissen wurde die Region erst im Mittelalter durch die Ostkolonisation erschlossen. Davon zeugen noch heute die langen Waldhufen- bzw. Reihendörfer als historische Flurformen der Dörfer und Gemeinden. Seit dem 18. Jahrhundert etablierte sich vor allem im Rödertal die Bandweberei als Wirtschaftszweig. Durch den Bau der sächsisch-schlesischen Eisenbahn Mitte des 19. Jahrhunderts erhielt die Region einen günstigen Zugang zu den Rohstoff- und Absatzmärkten, was die Industrialisierung vorantrieb. Typische in der Westlausitz angesiedelte Gewerke sind z.B. die Fabrikation von Landmaschinen, Lederwaren, Tuch, Riemen und Glas. Über die Grenzen Sachsens hinaus bekannt ist die Westlausitzer Handwerkskunst, vor allem die Töpferei, der Blaudruck und die Pfefferküchlerei.