Fachkräftesicherung

Der demografische und strukturelle Wandel wirkt sich bereits seit einiger Zeit gravierend auf den Arbeitsmarkt aus. Das Angebot an qualifizierten Kräften verringert sich, gleichzeitig nimmt der Anteil älterer Erwerbspersonen zu. Auch in der Region Westlausitz ist die Problematik des Fachkräftemangels spürbar. Sofern auf diesen nicht entsprechend reagiert wird, besteht die Gefahr, dass die Region weiterhin qualifiziertes Personal verliert und die Handwerksberufe dadurch „aussterben“. Wichtig ist es dabei, auf den vorherrschenden Wandel zu reagieren und günstige Rahmenbedingungen sowohl für Klein- und Kleinstunternehmen als auch für Jugendliche zu schaffen, so dass qualifizierte Fachkräfte in der Region verbleiben.

Die Region Westlausitz hat sich daher bereits in der zurückliegenden Förderperiode mit dem Thema der Fachkräftesicherung auseinandergesetzt. Im Rahmen dessen wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit dem Thema befasst hat. Die Erkenntnisse aus der Arbeitsgruppe wurden bei der Erarbeitung der LEADER-Entwicklungsstrategie berücksichtigt, so dass dieses Thema auch in der Förderperiode 2014-2020 einen relevanten Schwerpunkt bildet. 

Gemeinsam mit den Teilnehmern der Arbeitsgruppe wurden verschiedene Ansätze diskutiert. Im Ergebnis dieser Diskussionen sowie auf Grundlage von Gesprächen mit Schulen der Region, der Kreishandwerkerschaft Bautzen sowie der Handwerkskammer Dresden wurde festgestellt, dass besonders Klein- und Kleinstunternehmen bzw. Handwerksbetriebe Hilfe bei der Suche nach Auszubildenden benötigen. Vor diesem Hintergrund wurde ein Flyer erarbeitet, der den Weg zum Azubi in vier Schritten erläutert. Zudem beinhaltet der Flyer relevante Ansprechpartner für Beratungsgespräche sowie nützliche Links mit weiterführenden Informationen. Der Flyer steht Ihnen hier zum Download bereit.

Deutlich wurde auch, dass die Region Westlausitz durch eine kleinteilige Wirtschaftsstruktur gekennzeichnet ist. Es gibt zwar vereinzelt einige große und mittlere Unternehmen, den Großteil machen jedoch Klein- und Kleinstunternehmen aus. Diese Unternehmen sind sich u.U. zwar dem Wandel vom Arbeitgeber- zum Arbeitnehmermarkt bewusst, wissen aber oftmals nicht, wie sie damit umgehen sollen. So bleiben jedes Jahr in der Region Westlausitz eine Vielzahl von Ausbildungsstellen und z.T. Arbeitsstellen unbesetzt. Dass dies oftmals damit zusammenhängt, dass die Unternehmen auf Externe wenig attraktiv wirken oder den potentiellen Azubis bzw. Fachkräften wenig attraktive Angebote machen, ist vielen nicht bewusst.

In einem nächsten Schritt hat sich die Region Westlausitz zum Ziel gesetzt, Unternehmen, insbesondere Klein- und Kleinstunternehmen, für die Anforderungen des Arbeitsmarktes fit zu machen. Es soll diesen neue, innovative Ansätze, Ideen und Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie das Unternehmen für Bewerber attraktiv gestaltet werden kann.